Information für Ärzte

INFORMATION FÜR ÄRZTE

INFORMATION FÜR ÄRZTE

Behandlungsangebot

Behandlung von psychosomatischen Beschwerden mittels der Verbindung physiotherapeutischer und psychotherapeutischer Methoden.

Die Rekonvaleszenz und das Verständnis des Patienten bewegen sich dabei vom körperlichen Symptom über die ihm eigene Symbolik und Sprache zu einem ganzheitlichen Verstehen des Zusammenspiels von Körper, Psyche und Seele unter Einbeziehung der äußeren Lebensumstände.

Berührung und Gespräch bestimmen dabei meine Arbeit als Physiotherapeutin mit Schwerpunkt Psychosomatik und einer Aus- sowie Weiterbildungen in humanistischer Psychologie.

Patienten

  • mit wechselhaften Beschwerden ohne eine fassbare medizinische Ursache, welche für Psychotherapie nicht zugänglich sind,
  • mit einer unklaren wiederkehrenden und chronischen Schmerzsymptomatik,
  • mit psychosomatischen Beschwerden und Somatisierungsstörungen,

 

sollen folgende Therapieziele erreichen:

  • ein Verstehen des Wechselspiels von Körper und Psyche.
  • das Herstellen der Verbindung zwischen ihren körperlichen Beschwerden und ihrem seelischen Befinden.
  • dieses Wissen über ein kognitives Verstehen hinaus wirklich zu fühlen.
  • das Körperbewusstsein zu erweitern und damit ihren Heilungsprozess zu unterstützen.
  • die Verantwortung für den Heilungsprozess im Patienten zu wecken und wieder auf diesen zu übertragen.

Details zum Behandlungsansatz

Psychosomatik ist heutzutage ein integraler Bestandteil der Medizin. In den meisten Kliniken sind interdisziplinäre Teams Standard – in der ambulanten Versorgung lässt sich die Trennung von Körper, Psyche und Seele jedoch nur schwer überwunden. Häufig mangelt es an der verfügbaren Behandlungszeit – hinzukommt die systembedingte Trennung der unterschiedlichen Bereiche.

In meiner Ausbildung zur staatlich geprüften Physiotherapeutin und medizinischen Masseurin wurden Psychosomatik und das Wechselspiel zwischen Psyche und Körper nicht unterrichtet.
Erst in meiner langjährigen praktischen Tätigkeit fiel mir auf, wie sich die Körperhaltung, die ein Mensch einnimmt, und der jeweilige Gefühlszustand decken – aber auch, dass körperliche Erkrankungen oftmals eine zutreffende seelische Entsprechung haben und auf Tieferliegendes bzw. Unbewusstes aufmerksam machen.
Patienten erzählten mir während einer Behandlung, was sie bedrückt, ihnen auf den Magen schlägt, sich im Kreis dreht, unter die Haut geht usw. – viele körperlichen Beschwerden hängen mit der aktuellen Lebenssituation zusammen.
Auch beobachtete ich, dass Mobilitätsverlust und Schmerzen auf lange Sicht den Menschen psychisch beeinträchtigen.
Meine Art zu berühren entwickelte sich dabei vom technisch-manipulativen zum erspürend-wahrnehmenden. Heute erfasse ich nicht nur anatomische Gegebenheiten, sondern den Menschen als Ganzes. Hier ist die Zeit, die ich mir nehme, um „wirklich“ zuzuhören, sehr wichtig.
Meine Behandlungszeit beträgt bei einer Befundaufnahme 90 Minuten und für jede weiteren Behandlung 60 Minuten.
Anfänglich stellten sich mir viele Fragen: Wie gehe ich damit um, wenn sich bei einem Patienten eine emotionale Blockade löst, er/sie zu weinen beginnt, mit Abwehr reagiert, sich in mich verliebt, usw.
Um einen Einblick in psychologische Zusammenhänge zu bekommen, bildete ich mich in psychotherapeutischen Methoden, wie der Gesprächs- und Gestalttherapie weiter und erlangte die Zulassung als Heilpraktikerin für Psychotherapie.
Durch meine Ausbildungen und die langjährige Erfahrung in den getrennten Disziplinen Physiotherapie und Psychotherapie entstand das ganzheitliche Konzept einer ambulanten psychosomatischen Behandlung.

Berührung und Gespräch sind fester Bestandteil meiner Arbeit als Physiotherapeutin mit Schwerpunkt Psychosomatik. Ich verbinde dabei klassisch physiotherapeutische Methoden mit Ansätzen aus der humanistischen Psychotherapie und meiner langjährigen Erfahrung.


1. Befundaufnahme

Neben Fragen zu Beschwerdeverlauf und Schmerzsymptomatik hole ich auch Informationen zum familiären und beruflichen Umfeld ein und berücksichtige psychische Wirkfaktoren. Damit erschließt sich dem Patienten eventuell schon während der Untersuchung ein Zusammenhang zwischen der aktuellen Lebenssituation und den körperlichen Beschwerden.

Wichtig ist mir, den Patienten nicht zu kategorisieren und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, sondern eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, die es ermöglicht, sich zu öffnen, so dass eine tragfähige Therapeut-Patienten-Beziehung entsteht.
Ich versuche dabei die althergebrachte Struktur zwischen einem „wissenden Behandler“ und einem „unwissenden Patienten“ aufzulösen und so auf Augenhöhe zu kommen. Ich berücksichtige auch seine Erwartungshaltung und rege seine Mitwirkung an.

In der körperlichen Untersuchung erspüre und lese ich den Körper: Was drückt die Körperhaltung aus? Wie atmet der Patient? Wo ist die Beweglichkeit eigenschränkt? Wie empfinde ich den Energiezustand? Im Anschluss erstellen wir gemeinsam einen individuell abgestimmten Behandlungsplan.

2. Berührung und Gespräch

Die meisten Patienten teilen sich erst während einer körperlichen Behandlung mit. Für Georg Groddeck ein deutscher Arzt, Psychoanalytiker und Wegbereiter der Psychosomatik, diente die Massage als konkrete Auseinandersetzung mit den psychosomatischen Angelpunkten der Erkrankungen vieler Patienten. Die verbalen Interventionen während des Massierens haben Groddeck über den körpertherapeutischen Zugang den Weg in die seelischen Abgründe seiner Patienten ermöglicht. Sein Fazit war, dass Psychotherapie und Physiotherapie eine Einheit sind.

Häufig weiß der Körper des Patienten was ihn auf dem Weg zur Heilung unterstützt.
Meine Rolle ist die einer mitfühlenden Begleiterin: Ich schaffe einen geschützten Raum wo sich zeigt was ist und vertraue darauf das alles seine Ordnung hat.
Seelische Wunden heilen in der Haltung des Annehmens und Geschehenlassens.
Der Patient kann über seine Gefühle reden – muss es aber nicht.
Es verschwindet der Druck, der häufig in Zusammenhang mit einer Psychotherapie empfunden wird. Meiner Erfahrung nach zeigen Menschen mit einer Somatisierungsstörung wenig Offenheit gegenüber einer Psychotherapie, da sie davon überzeugt sind, unter einer körperlichen Symptomatik zu leiden. Sie sehen keinen Zusammenhang zwischen Symptom und Psyche und fühlen sich daher häufig nicht ernst genommen. Der Zugang über den Körper ist hier ein „unverfänglicherer“.
Berührung vermittelt ein Gefühl der Ruhe – ein „sich fallen lassen“ und ermöglicht, dass sich muskuläre Verspannungen lösen und verdrängte Teile des Selbst an die Oberfläche kommen. Dem Patienten steht damit wieder mehr Energie zur Verfügung und es erschließt sich ein symbolisch-bildhafter Zusammenhang, welcher Erkenntnisse und Hinweise für weitere Behandlungsschritte liefert

In diesem erkennenden Erfühlen gibt es kein strukturiertes Vorgehen – ich verlasse mich in diesem Prozess neben meinen Händen auf meine Erfahrung und Intuition und kann den Patienten nur ermuntern, seine Grenzen, auf physischer und psychischer Ebene zu benennen.

3. Integration

Am Ende der Behandlung geht es um die Integration des Erlebten in den Alltag: Möglichkeiten zur Stressbewältigung, konkrete Maßnahmen zur Änderung der das Symptom erzeugenden Lebensumstände.
und eventuell auch Empfehlungen einer weiteren Therapie / Psychotherapie / ärztlichen Abklärung nach Rücksprache mit dem überweisenden Arzt.
Der Patient erhält von mir einen Abschlussbericht mit einer detaillierten Befundaufnahme, einer Beschreibung des Behandlungsablaufs und den mit ihm gemeinsam ausgearbeiteten Empfehlungen.

Behandlungsdauer

  • Für einen Behandlungszyklus benötige ich in der Regel (einschließlich der Befundaufnahme) durchschnittlich zwischen 8 und 10 Sitzungen.
  • Die Abrechnung erfolgt über ein Privatrezept bzw. als Selbstzahler.